Die international anerkannte Künsterlin Karin Welponer eröffnete unter großem Interesse ihre Ausstellung mit dem Titel „Formenspuren“ im KVZ in Ladis. Landesrätin Mag. Dr. Beate Palfrader war zu diesem Anlass persönlich anwesend.

 

Die Begrüßungsworte sprach Bgm. Toni Netzer, Armin Klien gab seine Eindrücke über die Ausstellung preis und für musikalische Klänge auf dem Klavier sorgte Toni Wille.

 

Auf der Suche nach Details

Streift man momentan durch die urigen Gänge und verwinkelten Räume des Rechelerhauses und betrachtet dabei die Werke von Karin Welponer, begibt man sich gleichzeitig auf die Suche. Auf die Suche nach einzigartigen Details und dezent gesetzten Farben. Eine Entdeckungsreise ins Reich der Linien und Farbtöne, die in ihrer einfachen, aber, oder vielleicht deswegen, ausdrucksstarken Form, das was sie vermitteln möchten, genau auf den Punkt, oder auf den Kubus bringen. Denn bei dem Streifzug durch die Galerie begegnet einem immer wieder dasselbe Motiv, der Kubus, der sich auf alten Fotografien versteckt, oder in Ockererde gebettet, seinen Weg geht. Der Kubus ließ sie seit einer ihrer häufigen Wanderungen durch die Wüste nicht mehr los. Auf einer Hochebene und offenbarte sich ihr ein Anblick, der sie ins Staunen brachte. Ein gigantischer Steinkubus, mitten im Nichts, in den Unmengen Sand der Sahara, doch seit wann dieser hier war und wie er dorthin gekommen ist, darüber konnte ihr niemand Auskunft geben. Der magische Kubus ließ sie nicht mehr los und bildet seither einen großen Teil ihrer künstlerischen Aktivitäten.

 

Natur im Vordergrund

In ihren Malereien versucht die Boznerin stets die Natur in ihrer eindrucksvollsten Form darzustellen, das beweist schon allein die Benützung von Ockererde, die sie aus der Sahara mitbrachte und mit ihr die Bilder gestaltet. Ihre Werke bestehen aus schlichten Formen und Linien, die durch die braunen Farbtöne Wärme ausstrahlen und zum Blickfang werden. Die Künstlerin versteht es, die Komplexität der Umwelt, einfach und klar darzustellen und eröffnet dadurch aber wiederum großen Handlungsspielraum für komplexe Interpretationen. Zudem vermitteln ihre Kunstwerke Entwicklung und das damit verbundene Werden und Vergehen von Naturformen.

 

Ein Blick für Details

Ein gutes Auge beweist die Grafikerin und Künstlerin bei ihren interessanten Collagen. Seit vielen Jahren sammelt Karin Welponer alte Fotografien, Stiche, Bilder aus Büchern um. Nach und nach sieht sie sich diese an – und plötzlich ein Geistesblitz. “Ich interpretiere viel hinein in diese Bilder und dann bemerke ich, wenn ich ein kleines Detail ändere, verändert sich die Interpretation.” Und genau diese kleinen Details, seien es Übermalungen, besondere Kleinigkeiten, wie Zündhölzer und Fäden die sich durch Berge spinnen, bringen die Beobachter zum Staunen, Schmunzeln und Lachen. In ihren Collagen und Bildern lässt sich Entwicklung erkennen, aber auch “Altes” kehrt immer wieder zurück, so als würde es sagen “Ich bin auch noch da”. Was Malen für sie bedeutet? Dazu lässt sich nur eines sagen – es gehört zu ihrem Leben – und was das bedeutet, zeigt sich in ihrer bunten, eindrucksvollen, künstlerischen Vielfalt.

 

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