Es „herbstelt“, also Zeit für den Almabtrieb – so auch von der Lawens-Alpe in Ladis. Zahlreiche Gäste erwarteten die Ankunft der Tiere beim Dorfplatz.

Für Tirol ist es gelebtes Brauchtum – für die Gäste ein ganz besonders farbenprächtiges Spektakel im Urlaub: Wenn im Herbst zum Abschluss der Almweidezeit und Beginn der Winterstallung die Kühe festlich „aufgekranzt“ mit Blumen, Bändern, Spruch- und Heiligentafeln sowie den großen Abfahrtsglocken von den Almen heimgetrieben werden, ist alles auf den Beinen. Nicht umsonst ist der alljährliche Almabtrieb auch ein wichtiger Bestandteil des so genannten Genussherbstes unserer Ferienregion Serfaus-Fiss-Ladis.

Der Almabtrieb der Alpe Lawens in Ladis wurde aufgrund der kalten Temperaturen und des kurzzeitigen Wintereinbruchs eine Woche früher als geplant durchgeführt. Viele Einheimische und Gäste erwarteten um 13.00 Uhr gespannt die Ankunft der Tiere und Hirten. Noch bevor man sie am Dorfplatz sehen konnte, hörte man bereits von weitem die Schellen und Glocken. Alle Augen waren natürlich wie immer auf das „Kranzrind“ gerichtet, welches die Herde anführte. Der aufwändige Kopfschmuck aus Zweigen und Bergblumen ist stets ein Zeichen dafür, dass alle den Bergsommer gut überstanden haben. Auch für Senner Christian Jäger aus Fließ ist es das Schönste auf der Alm, wenn kein Tier abstürzt oder krank wird. Die Ortsbäuerinnen unter Obfrau Manuela Jenewein sorgten mit reichlich Speis & Trank für die Verpflegung aller anwesenden Schaulustigen und zur passenden musikalischen Umrahmung des Festes trugen die „Rieder Gipfelstürmer“ bei.

Almpächter Dietmar Handle zeigte sich ebenso wie die Verantwortlichen der Alpinteressentschaft Lawens/Lader Heuberg äußerst zufrieden von der vergangenen Almsaison. Auf der Alpe Lawens waren dieses Jahr 53 Kühe gemeldet und insgesamt konnten ca. 2.700 kg Käse und ca. 850 kg Butter produziert werden – diese Naturprodukte sind wie immer beim Großteil der Lader Ortsbauern erhältlich.

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