„Improvisationstheater“ hieß es heute Abend im KVZ Rechelerhaus in Ladis. Ein kleines Ensemble der Schauspiele Kauns legte eine brillante Performance aufs Parkett, die zum Mitmachen und Mitlachen animierte.

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Es war alles angerichtet im Lader Kulturhaus – äh, es wurde angerichtet. Denn bei der Aufführung dieses Improvisationstheaters wurden sowohl humoristische als auch dramatische Szenen ohne zuvor verfassten Dialog dargestellt. Eine Theaterform, die ein Höchstmaß an Spontanität und Kreativität, aber auch an Einfallsreichtum und jede Menge Phantasie erfordert. Überhaupt das Beste daran war, dass die Gäste in den Abend eingebunden wurden. Sei es mit Ideen für Handlungsstränge, Helden oder ganz einfach nur Utensilien. Und gleich zu Beginn wurde dem Publikum so richtig eingeheizt, das Gemüt der Besucher bravourös erhitzt. „My Boney is over the ocean“ wurde zusammen mit den Akteuren angestimmt. Das wär’ ja an und für sich noch recht einfach, aber diesmal hatte dieser schottische Volkssong mehr zu bieten als nur gemeinsam vorgetragene Gesangseinlagen. So musste bei jedem Buchstaben „B“ das Publikum abwechselnd links und rechts der Saalreihen aufstehen und niedersitzen. Daraus ergab sich eine ungemein lockere Atmosphäre. Wie auch beim Abzählen „Eins, zwei, drei“ – das manche schlichtweg aus dem Rhythmus brachte  und so wiederum für Gelächter sorgte. Interaktives Theater in Reinkultur, wobei die Aufwärmphase die Stimmung zu einem ersten Höhepunkt steuern ließ.

Es wurde also gleich losgelegt wie die Feuerwehr, hervorragend animiert von Birgit Schneitter. Eine Laune, die ansteckend wirkte – sowie eine großartige Vorlage für das, was noch kommen sollte. Und das war nicht von schlechten Eltern. An diesem Abend ging im Saal Laudegg nämlich vollends die Post ab, die positive Energie im Saal war regelrecht greifbar. In Folge wurde in Abstimmung mit dem Publikum eine sehenswerte Reihe an fabelhaften und famosen Stegreif-Szenen aufs Parkett gelegt, dass die Sitze der Gäste und die Bühne gleichermaßen krachten. Beispiele: „Welchen Beruf wollt ihr sicher nicht machen?“, lautete die Frage gen Auditorium. „Lehrer!“ tönte es aus den Kehlen etlicher Schüler. Schnell stand der Plot „Lehrer und Florist“, dann ging es gleich zur Sache. Wie auch bei den ebenso famos hingezauberten Szenen eines hochkarätigen Western-Epos – zwei Akteure spielten ein Szenario vor, wiederholten dieses und wurden von den anderen beiden Impro-Künstlern synchronisiert. Ganz stark auch ein Sketch im Zeitrafferformat, bei dem das Geschehen von anfangs zwei Minuten sukzessive auf wenige Sekunden runtergesetzt wurde. Knapp 1,5 Stunden lieferte die Gruppe eine prachtvolle Performance, die mit viel Hingabe und Lust zum Detail „gezuckert“ war und den 5 Darstellern mehrfachen Mega-Applaus einbrachte!

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