Eine stattliche Anzahl von rund 30 Senioren machte sich heute auf den Weg ins Stubaital zur gemeinsamen Wallfahrt. Die erste Station war die Pfarrkirche zum Hl. Georg in Neustift, der Heimatgemeinde von unserem Pfarrer Mag. Willi Pfurtscheller, der dort am 1. Juli 2007 seine Primiz feiern durfte.

Die Gruppe wurde in die Bau- und Kirchengeschichte eingeführt und konnte dabei die prächtige Innenausstattung begutachten. Mit dem Bau der Kirche im Barock-/Rokokostil wurde 1768 begonnen, 1778 wurde sie schließlich geweiht. Sie ist wesentlich größer als der Dom zu St. Jakob in Innsbruck und gilt als die zweitgrößte Dorfkirche Tirols. Umso erstaunlicher, dass Neustift erst 1812 zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde. Sehenswert ist auch die Orgel, erbaut von der Fa. Pirchner aus Steinach am Brenner mit ihren drei Manualen und 2.300 Pfeifen.

Nächste Station war Krössbach, eine der neun Fraktionen, die zur Gemeinde Neustift gehört. In der Krössbacher Kirche, die dem Fest „Mariä Heimsuchung“ geweiht ist, durften wir mit Pfarrer Mag. Willi Pfurtscheller, der die Runde am heutigen Tag begleitete, eine Heilige Messe feiern. Erbaut wurde an dieser Stelle bereits 1849 eine Kapelle und mit einer Rokokomadonna mit Kind ausgestattet. 1961 wurde nach den Plänen von Arch. Clemens Holzmeister das Langhaus angebaut und dem romanischen Stil nachempfunden.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen wurde noch das Krippenmuseum in Fulpmes besichtigt. Dort gab es mehrere orientalische und alpenländische Krippen in den verschiedensten Größen und Ausstattungen zu sehen. Unter anderem Exponate wie z.B. von Günther Pließnig im griechisch-römischen Stil mit bekleideten spanischen Figuren oder eine Papierkrippe aus dem Pustertal, entstanden um 1720, mit 144 Figuren. Eine Besonderheit stellt freilich die Krippe aus der Hand von Johann Holzmeister dar, dem Vater des weltbekannten Architekten Prof. Dr. Clemens Holzmeister aus Fulpmes. Sie ist um 1880 entstanden und weist eine Breite von 7 Metern und eine Tiefe von zwei Metern auf und ist mit nicht weniger als 350 holzgeschnitzten Figuren ausgestattet. Die Krippen zogen die Blicke und die Neugierde an sich und wurden von allen Teilnehmern ausgiebig bestaunt und bewundert.

Zum Ausklang dieses interessanten Tagesausfluges gab es noch Kaffee und Kuchen. Ein großer Dank gilt Pfarrer Mag. Willi Pfurtscheller mit seinem Pfarrteam für die Mitorganisation und die „Reiseleitung“, ebenso ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an das Architektenbüro m³ Plan und Bau GmbH aus Ladis, die den Bus der Fa. Rietzler-Reisen gesponsert hat.

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