Home » Unser Ladis » Burg Laudeck

Die 1239 erstmals urkundlich erwähnte Burg wurde 1259 von Graf Meinhard II. Der Platz war schon in prähistorischer Zeit besiedelt, und vielleicht stand hier über der vorbeiführenden Via Claudia Augusta schon ein römischer Wachturm. Die 1239 erstmals urkundlich erwähnte Burg wurde 1259 von Graf Meinhard II. von Tirol  seiner Gemahlin Elisabeth als „Wittum“, als Witwensitz, verschrieben. Daraus lässt sich wohl der Wert von Laudeck, das vier Jahre später als landesfürstlicher Gerichtssitz aufscheint, erkennen.

Denn die Beschenkte war in erster Ehe mit dem Hohenstauferkaiser Konrads IV. verheiratet und die Mutter des letzten Hohenstaufen Konradin. Dennoch war Laudeck ursprünglich eine sehr einfache Anlage, die aus Bergfried, kleinem Palas und einer verbindenden Ringmauer bestand. Der mächtige, 21 m hohe Bergfried mit seinem regelmäßig geschichteten Mauerwerk, den aus rötlichen Tuff gehauenen Ecksteinen und den großen romanischen, gekuppelten Fenstern ist bis heute erhalten geblieben. Schon seit seiner Bauzeit im 13. Jh. hatte er zwei geräumige herrschaftliche Wohngeschosse war also ein sogenannter Wohnturm.

Zweimal brannte die Burg: das erste Mal 1346 und dann 1406, als die ins Land eingefallenen Appenzeller Ladis und Laudeck heimsuchten. Wütend fielen sie über das Dorf und die Burg her. Denn der von ihnen gehasste strenge Abt von St. Gallen war nach Laudeck gflüchtet und dann als Frau verkleidet entkommen. Der energische Pfleger Caspar Malitz (1499-1530) vergrößerte und verstärkte die Burg. Als aber im 17. Jh. der Gerichtssitz ins Tal nach Sigmundsried verlegt wurde begann der Verfall der einst so starken Burg. Um 1744 überlegte man ernsthaft die Mauern abzureissen da abstürzende Mauern die umliegenden Gebäude gefährdeten. Zum Glück geschah das nicht!

Erbaut auf einem römischen Wachturm, oder Turm für Mauteinnahmen, wurde um 1200 der mächtige Bergfried errichtet. Ursprünglich wohl als Wohnturm erbaut. Im Osten fügt sich an diesen gewaltigen Turm eine kleine Burgkapelle und daran anschließend der Palas an. Ein Torturm schützt die Vorburg. Von Süden her war die Burg uneinnehmbar durch den senkrecht abfallenden Burgfelsen, so dass die Burg nur nördlich von einer Ringmauer umgeben ist. Der Turm hatte ursprünglich zwei herrschaftliche Wohngeschosse mit jeweils drei romanischen Burgfenstern im Norden und Südwesten. Im Jahre 1346 wird von einer ausgebrannten Burg gesprochen, und dass man sie wieder aufbauen musste. Als Tirol 1346 zu Österreich kam, mißfiel das den Bayern. Sie fielen 1369 in unser Land ein und eroberten die Burg, aber noch im gleichen Jahr kam Laudeck nach dem Schärdinger Frieden wieder zu Tirol.

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