Am 26. Juli wurde wie gewohnt der Kirchtag gefeiert. Wie bereits seit mehreren Jahren üblich, standen auch die Vereine und deren Mitglieder an diesem besonderen Tag im Fokus. Darüber hinaus wurde der historische und neu restaurierte Brotbackofen im Rechelerhaus eingeweiht.

Nach dem traditionellen Einzug der Formationen am Dorfplatz und dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit anschließender Prozession um den Lader Weiher fand sich die Festgesellschaft am Musikpavillon ein. Für musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Ladis mit einem Frühschoppenkonzert, für den Ausschank und die Bewirtung wurde das Team von Catering Konni Pale engagiert.

Bgm. Florian Klotz begrüßte feierlich die erschienenen Ehrengäste, unter denen sich auch mehrere Träger von Auszeichnungen der Gemeinde Ladis befanden. Zudem waren namhafte Vertreter der Feuerwehr, des Schützenwesens und der Blasmusik auf Bezirksebene anwesend. Besonders hervorgehoben wurden auch die Vertreter der Partnergemeinde Satteins in Vorarlberg. Der Bürgermeister lobte mit Blick auf den Tag der Vereine vor allem das ehrenamtliche Engagement der gewürdigten Einwohner der Gemeinde. Er dankte vor allem für das aktive Handeln im Ort. Klotz hob besonders hervor, dass die gesamte Gemeinschaft von den Freiwilligen lebe und diese ganz selbstverständlich ihre Freizeit zur Verfügung stellen würden. „Gemeinschaft braucht Gemeinsinn und ein Miteinander“, so der Bürgermeister. Auch der Altbürgermeister und Obmann der Musikkapelle Ladis, Anton Netzer, meldete sich kurz zu Wort und äußerte neben positiven Worten zur Feierlichkeit und zu den Geehrten auch kritische Worte, sprach dabei das Fernbleiben politischer Verantwortlicher des Landes und des Bezirks an und fand dies „schade“.

Bereits seit mehreren Jahren wird der Kirchtag auch als „Tag der Vereine“ geführt, zu dessen Anlass verdiente Mitglieder für ihre langjährigen Tätigkeiten und diverse Sonderleistungen geehrt werden. So erntete zum Beispiel Astrid Wolf für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum im Kindergarten großen Dank und einen Blumenstrauß. Die Musikkapelle Ladis zeichnete Anna Falkner und Hannah Stocker mit dem Junior- und Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze aus. Julia Pöder wurde das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber verliehen. Das grüne Verdienstzeichen des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen erhielt Michaela Netzer. Das Goldene Ehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Anton Netzer verliehen. Die Schützenkompanie überreichte Raimund Wolf jun. den Jahreskranz zur Andreas-Hofer-Medaille für 55 Jahre Mitgliedschaft. Auch die Feuerwehr Ladis konnte mehrere Mitglieder ehren: So wurden Alexander Röck (nicht anwesend), Robert Tschiderer und Ing. Günter Köhle für 25 Jahre ersprießliche Tätigkeit ausgezeichnet. Arnold Röck konnte gar für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft gewürdigt werden. Die Frauenrunde Ladis zeichnete Ilona Zöhrer (nicht anwesend) für 19 Jahre Vereinstätigkeit aus, Gabriele Kirschner wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Zu guter Letzt wurden auch Elisabeth Juen für 20 Jahre und Christoph Kirschner für 15 Jahre Mitgliedschaft bei der Theatergruppe Ladis belohnt. Besonderer Dank wurde zudem den Vertretern der Gemeinde Satteins ausgesprochen: Dem anwesenden Bürgermeister Anton Metzler und seinen Begleitern wurden zwei Zirbenholz-Herzen mit eingearbeiteten Wappen überreicht. Diese zwei Herzen wurden symbolisch mit einem Vorhängeschloss zusammengehängt, um die stete Gemeinschaft zu symbolisieren.

Eine Besonderheit beim diesjährigen Kirchtagsfest stellte die abschließende Segnung und Wiedereinweihung des restaurierten Brotbackofens im Rechelerhaus dar. Dort wurden früher zwei dieser Öfen betrieben, einer davon ist nun erstmals seit 40 Jahren wieder in Betrieb. Die Reaktivierung war auch im Sinne des Tourismusverbandes, der dafür eine finanzielle Unterstützung bereitstellte. Nach der Segnung warf ihn Familie Huber an und backte Brot nach altem Familienrezept. Der Bürgermeister bedankte sich dafür und erklärte in seiner Ansprache, dass durch dieses Angebot das Rechelerhaus mit seiner bewegten Geschichte ein Stück weit wiederbelebt wurde.

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