Am 6. August 1220 bestätigte Papst Honorius dem Kloster Marienberg im Vinschgau Besitz in „Laudes“ – in dieser Urkunde wird Ladis erstmals urkundlich erwähnt. Anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums eröffnete der Kulturverein Ladis gemeinsam mit der Gemeinde Ladis eine Ausstellung, bei der ab sofort bis Mitte September zweimal wöchentlich in die Geschichte unseres Ortes eingetaucht werden kann.

Neben nostalgischen Fotos aus dem Gemeindearchiv und Bildern von bekannten Künstlern gibt es dort auch kurze Ausschnitte aus Interviews mit Vereinsverantwortlichen und Zeitzeugen zu sehen, wovon ein Teil auch in den in Produktion befindlichen Jubiläumsfilm einfließen wird. Dessen Fertigstellung verzögert sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich in die erste Jahreshälfte 2021.

Feierliche Eröffnung der Jubiläumsausstellung

Bei der Vernissage am 8. August 2020 konnten Kulturvereinsobmann Armin Klien und Bürgermeister Florian Klotz gemäß den aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung einer möglichen Coronavirus-Ausbreitung die maximal mögliche Besucherzahl von rund 80 Personen im Saal Laudegg des KVZ Rechelerhaus begrüßen. Unter ihnen waren Landesrat Bernhard Tilg, Pfarrer Mag. Willi Pfurtscheller, einige Ehrenzeichenträger, Hubert Pale als Vertreter der Fisser Bergbahnen sowie die Bürgermeister Paul Greiter aus Serfaus, Matthias Schranz aus Kauns und Anton Metzler von der Partnergemeinde Satteins. „Normalerweise hätte heuer zu diesem Jubiläum und weiteren Vereinsjubiläen ein dreitägiges Zeltfest stattfinden sollen – wir hoffen darauf, dieses im nächsten Jahr nachholen zu können.“, erklärte Florian Klotz, der in seiner Rede geschichtliche Meilensteine und Ereignisse präsentierte und schwärmte: „Ladis ist einzigartig (schön)!“ Bernhard Tilg lobte die Verantwortlichen für die Themenbearbeitung des 800-jährigen Gemeindejubiläums und die Einhaltung der Covid19-Maßnahmen.

Die Filmemacherin Julia Brunner aus Pfunds war an diesem Abend ebenfalls anwesend. Sie hatte im Zuge eines von RegioL geförderten Projektes in den letzten Monaten mehrere persönliche Gespräche mit in Ladis wohnhaften Bürgern unterschiedlicher Generationen geführt und aufgezeichnet. Unter großem Interesse wurden auf der Hauptbühne erstmals Ausschnitte davon der Öffentlichkeit präsentiert. Sie bedankte sich bei der Gemeindeführung für das Vertrauen und erzählte von den besonderen Eindrücken und Emotionen, die sie bei dieser Arbeit gesammelt und erlebt hat.

INTERVIEW-AUSSCHNITTE „LADIS 2020“:

Die längeren Zusammenschnitte der einzelnen Interviews konnten im Anschluss auf den TV-Geräten und der Großleinwand in den Kellerräumlichkeiten der Galerie angeschaut werden. Im oberen Stockwerk waren von regionalen Künstlern gestaltete Bilder und Zeichnungen von Ladis sowie alte Fotos aus dem Gemeindearchiv ausgestellt, denen als Kontrast aktuelle Fotografien von Hobbyfotograf Christian Heiseler gegenübergestellt wurden. Für die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung sorgte die „Sonnenplateau Tanzlmusi“ und auf kulinarischer Ebene durften sich alle Anwesenden beim Buffet an belegten Brötchen von Catering Schwarz bedienen.

Die Ausstellung „800 Jahre Ladis in Bild und Ton“ kann noch bis 17. September 2020 jeden Dienstag und Donnerstag von 16.00 bis 18.30 Uhr besichtigt werden. Zudem gibt es am 16. August 2020 einen moderierten Bilder-Vortrag mit digitalisierten Dias zum Thema „40 Jahre Rückblick Dorfentwicklung von Ladis“ mit Chronist Max Senn zu sehen und am 23. August 2020 steht ein von Marco Senn gestalteter Abend auf dem Programm, der einen Einblick ins Filmarchiv der Gemeinde gewähren wird.

FOTOS:

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