Im Zuge einer öffentlichen Gemeindeversammlung wurde die Lader Bevölkerung über aktuelle Projekte und Vorhaben informiert. Im Fokus stand dabei der im letzten Jahr begonnene und häufig diskutierte Dorfentwicklungsprozess „Zukunft-Leben-Ladis“. Nach der Präsentation der bisherigen Schritte und den gesammelten Informationen hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, ihre Ideen und Wünsche zu kommunizieren sowie auch die weiteren Inhalte des Projekts aktiv mitzugestalten.

Vor einigen Jahren wurde von der Lader Gemeindeführung eine spannende Idee formuliert: „Die räumliche und gesellschaftliche Entwicklung von Ladis als Lebensraum soll bewusst und für alle Beteiligten positiv erfolgen!“. Das im November 2018 in Kooperation mit der Tiroler Landesregierung ins Leben gerufene Projekt „Zukuft-Leben-Ladis“ soll künftig die Grundlage für diese positive Entwicklung schaffen. Dafür wurde ein eigenes Projektteam gegründet, das sich aus Vertretern verschiedener Interessensgruppen zusammen setzt und so einen möglichst breiten Querschnitt aus Bevölkerung, Gewerbetreibenden und Verwaltung bilden soll – so bringen Landwirte ebenso ihre Sicht ein, wie Hoteliers oder Bürger, die zur Arbeit auspendeln. Es fanden bereits mehrere Treffen dieses Projektteams statt. Dabei wurde einerseits geklärt, wie ein solch umfangreiches Thema überhaupt bearbeitet werden kann – mit ein paar guten Ideen wird es nämlich nicht getan sein. Andererseits wurden bisherige Aktivitäten und Gegebenheiten in das Projekt integriert, schließlich soll mit den Ressourcen der Gemeinde schonend umgegangen werden.

„Ortsentwicklung ist nicht nur ein Projekt, sondern ein langfristiger und schwieriger Prozess. Umso wichtiger ist es, dass die Bürger die Vorstellungen mittragen“, erklärte Bürgermeister Florian Klotz den zahlreich Erschienenen im Laudegg-Saal bei seiner Begrüßungsrede. Darauf aufbauend führte Prozessbegleiter Matthias Dialer gekonnt durch den Abend und hielt einen interaktiven Kurzvortrag über den Status quo und die gesammelten Themenschwerpunkte zur Verbesserung der Lebenssituation. Im Anschluss wurden alle Interessierten zum Mikrofon gebeten, um Stellung zu nehmen sowie eigene Ideen und Wünsche zu deponieren oder sich gar dem Projektteam anzuschließen. Die Mitarbeit der Bevölkerung in diesem Zusammenhang wird auch als Schlüssel zum Erfolg für die Dorfentwicklung erachtet. „Eine Strategie ist nur so gut, wie die Werte die sie treibt!“ betonte Dialer in diesem Zusammenhang. Erfreulicherweise brachten sich viele Laderinnen und Lader aktiv in den Prozess mit ein – so reichte die Bandbreite an Ideen von einer konsequenteren Bettenregulierung, über eine sinnvolle Verkehrlösung im Ort, bis zu einem besseren Branchenmix in der Gemeinde. Alle Ideen und Vorschläge des Abends wurden dabei dokumentiert und werden in den laufenden Prozess mit einfließen.

Abschließend wurde von Seiten der Verantwortlichen betont, dass großes Augenmerk auf die regelmäßige Information der Bevölkerung gelegt wird. Dies soll mit den bekannten Informationskanälen der Gemeinde wie Infozeitung, Website, Newsletter und Social Media erfolgen.

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